Cost-Average-Effekt

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Der Cost-Average-Effekt oder auch
Durchschnittskosten-Effekt genannt

Es gibt unterschiedliche Betrachtungsweisen was den Cost-Average-Effekt betrifft.

Was sind nun die Einflussfaktoren, die diesen Effekt ausmachen?

Prinzipiell wird immer dann vom Durchschnittskosteneffekt gesprochen, wenn ein Sparplan (auf Aktien, Fonds oder sonstige anspar Produkte) monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich  bedient wird.  Dazu kommen die unterschiedlichen Kurse bzw. Werte der Anteile, die zum Zeitpunkt des Kaufes am Markt vorgegeben sind. Somit bestimmt die Entwicklung am Markt über unseren Spar- Erfolg oder Niederlage.

Die Anlagestrategien

Als SparerIn haben wir dabei zwei Möglichkeiten der Anlagestrategie:

  1. der Kauf erfolgt immer um einen bestimmten Betrag (z.B. € 100,– pro Monat) = Anlagestrategie
  2. es werden immer die gleichen Anteile (z.B. 10 Anteile) erworben = identische Stückzahl

Die Marktentwicklung

Wenn die Kurse immer nur steigen würden, dann würden bei der ersten Strategie die Anzahl der Anteile immer weniger werden. Bei laufend fallenden Kursen jedoch immer mehr werden.  Kaufen wir jedoch immer die gleichen Anteile, dann bestimmt der Kurs zum Kaufzeitpunkt die Summe, die wir insgesamt veranlagen.

Beispielrechnung

Gehen wir von folgendem Beispiel aus. Wir kaufen jeweils zu Quartalsbeginn Anteile an einem Investment.
Der Kurs des Investments liegt bei € 10,– pro Anteil im ersten Quartal. Im zweiten Quartal bei € 5,–, im dritten bei € 7,50 und im vierten Quartal bei € 12,00 pro Anteil.

Wählen wir die Anlagestrategie € 100,– pro Monat/€ 300,– pro Quartal, so erwerben wir im ersten Quartal 30 Anteile. Im zweiten sind es 60 Anteile, im dritten 40 Anteile und im Vierten sind es 25 Anteile. Wir haben also in Summe 30+60+40+25 Anteile gekauft. Das macht insgesamt 155 Anteile zu € 1.200,–.

Nun kaufen wir jeweils fixe Anteile zu Quartalsbeginn. Somit kaufen wir 30 Anteile zu € 10,– (€ 300,–) im ersten Quartal. 30 Anteile zu € 5,– (€ 150,–) im zweitem, 30 Anteile zu € 7,50 (€ 225,–) im dritten und 30 Anteile zu € 12,– (€ 360,–) im vierten Quartal. In Summe halten wir zu Jahresende 120 Anteile zu € 1035,–.

Diese Rechnung ergibt bei der Anlagestrategie einen Durchschnittspreis von € 7,742 pro Anteil und bei der identischen Stückzahl € 8,625 pro Anteil.

Fazit

Bei dieser Form der Veranlagung spielen viele Faktoren eine wesentliche Rolle. Es kommt immer darauf an wie hoch Ihre Risikobereitschaft ist bzw. wie lange Sie sich an diese Sparform binden möchten. Ein (wenn nicht der) entscheidender Faktor dabei ist auf alle Fälle der Zeitpunkt des Verkaufes. Denn dieser entscheidet letztendlich darüber ob Sie einen Gewinn oder Verlust gemacht haben.

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